Überwachungsbedürftige Anlage

Überwachungsbedürftige Anlage ist ein Begriff aus dem deutschen Produktsicherheitsgesetz (ProdSG), das für die Herstellung bzw. Errichtung von Anlagen gilt, die gewerblichen oder wirtschaftlichen Zwecken dienen oder durch welche Beschäftigte gefährdet werden können. Hierzu zählen:

  • Dampfkesselanlagen mit Ausnahme von Dampfkesselanlagen auf Seeschiffen
  • Druckbehälteranlagen außer Dampfkesseln
  • Anlagen zur Abfüllung von verdichteten, verflüssigten oder unter Druck gelösten Gasen
  • Leitungen unter innerem Überdruck für brennbare, ätzende oder giftige Gase, Dämpfe oder Flüssigkeiten
  • Aufzugsanlagen
  • Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen
  • Getränkeschankanlagen und Anlagen zur Herstellung kohlensaurer Getränke
  • Acetylenanlagen und Calciumcarbidlager
  • Anlagen zur Lagerung, Abfüllung und Beförderung von brennbaren Flüssigkeiten

Für alle Anlagen gilt, dass alle Teile mit erfasst sind, die zum sicheren Betrieb der Anlage erforderlich sind.

Das Schutzkonzept der BetrSichV sieht für überwachungsbedürftige Anlagen vor:

  • Mindestanforderungen an die Beschaffenheit
  • besondere Berücksichtigung bei der sicherheitstechnischen Bewertung für den Betrieb
  • Stand der Technik ist alleiniger betrieblicher Sicherheitsmaßstab
  • geeignete Schutzmaßnahmen
  • Prüfungen (z. B. Prüfung vor Inbetriebnahme, wiederkehrende und behördlich angeordnete außerordentliche Prüfungen)
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