Christian Harting, Inhaber CHCT Facility excellence

Inhaber CHCT Facility excellence

1Wie lang sind Sie schon als Berater tätig?
Seit dem Jahr 2000.
2Welche Themenfelder begleiten Sie in Ihrer Beratungstätigkeit?
Management bei Facilities, Emotional B2B-Selling und die Entwicklung persönlicher und organisatorischer Performance
3Bevorzugen Sie bestimmte Unternehmensgrößen, Unternehmenstypen oder Branchen?
Da kann ich ganz klar bejahen: Ich bevorzuge Unternehmen, die einen bestimmten „Sportsgeist“ mitbringen oder erreichen möchten und die einen ethisch-moralisch guten Werte-Kodex leben.
4Was heißt für Sie Betreiberverantwortung?
Im FM heißt Betreiberverantwortung für mich: Organisation des Sicherstellens der funktionellen, finanziellen, juristischen und persönlichen (Rechts-) Sicherheit der Unternehmens-Infrastruktur.
5Wie lange beschäftigen Sie sich schon mit dem Thema Betreiberverantwortung?
Das Thema Betreiberverantwortung habe ich seit 2004 auf der Agenda.
6Wie lange ist Beratung in Kontext der Betreiberverantwortung Teil Ihres Portfolios?
Das ist natürlich abhängig von der Nachfrage durch die Kunden. Bei mir findet es sich aber regelmäßig als Teil von Projekten wieder.
7Beraten Sie nur oder begleiten Sie auch bei Einführung und Umsetzung?
Sowohl als auch, ich engagiere mich für die Kunden sowohl bei der Beratung und begleite sie auch bei Einführung und Umsetzung.
8Wie viele Kunden haben Sie schon im Kontext der Betreiberverantwortung beraten?
Das müsste ich im Archiv recherchieren, aber es waren schon einige.
9Können Sie einige Unternehmen nennen, für die Sie im Kontext der Betreiberverantwortung schon tätig waren?
Zu den Unternehmen und Kunden, für die ich im Kontext der Betreiberverantwortung schon tätig war, gehören RWE, die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHUD), die RWTH Aachen und die Stadt Köln, um einige zu nennen.
10Ist das Thema Betreiberverantwortung in den Unternehmen schon angekommen und wenn ja, in welcher Dringlichkeit wird es wahrgenommen?
Es ist meist schwierig, mit Sicherheit kann man je kein Geld verdienen. Der Motivator auf Kundenseite ist daher meist die persönliche Rechtssicherheit, also dass jemand erkannt hat, in welchem Minenfeld er sich derzeit bewegt und dass er das gerne und nachhaltig ändern möchte.
11Was sind die häufigsten Probleme, auf die Sie im Zuge Ihrer Beratung stoßen?
Dass Kunden keinen strategischen Plan zur Umsetzung haben und dass die Ausstattung mit finanziellen und personellen Ressourcen nicht vorgesehen ist.
12Welche grundlegenden Tipps können Sie Unternehmen geben, die jetzt das Thema Betreiberverantwortung für sich entdecken?
Unternehmen würde ich die folgenden Empfehlungen mit auf den Weg geben:

  • Ein Managementsystem zur Organisation der Sicherheit sollte sichtbaren Nutzen aufweisen.
  • Keine Angst vor der Investiton, denn in der Regel finanzieren sich derartige Systeme mittel- bis langfristig durch im Projekt auftauchende Einspar-Potenziale.
  • Jedes Projekt sollte Top-Down beginnen, sonst erfordert die Detailarbeit viel Aufwand, während die „Big Points“ liegen bleiben.
  • Das notwendige Sicherheits-Denken der gesamten Organisation vermitteln und nicht Einzelne in die Verantwortung schieben und die Masse im Blindflug einfach weiter machen lassen.
  • Dienstleister entsprechend steuern und deren Know How integrieren.
  • Die Menschen an der Basis einbinden, denn sie wissen oft mehr um (gefährliche) Details als die „Stubenhocker“ am strategischen Reißbrett.
  • 13Gibt es eine Art Task-Force-Plan, den Sie bei Unternehmen einsetzen, die noch gar nichts im Kontext der Betreiberverantwortung getan haben?
    Ja, den ich allerdings hier nicht ausführen werde, denn solch ein Plan möchte natürlich gut überlegt sein. Und in solchen Situationen braucht es meist viel Überzeugungsarbeit, bis die richtigen Entscheidungen für die Umsetzung getroffen werden können.
    14Auf welches Zeitfenster muss sich ein Unternehmen einstellen, bis die Prozesse zur sicheren Wahrnehmung der Betreiberverantwortung wirkungsvoll implementiert sind?
    Das ist eine schwierige Frage, es kommt hierbei ja auch auf die Größe des Unternehmens, die Rahmenbedingungen sowie Stringenz in der Führung vonseiten des Managements und die im Projekts an.
    15Welche Kosten kommen auf Unternehmen zu, wenn Sie sich bei der Umsetzung ihrer Betreiberpflichten von Ihnen beraten lassen?
    Das ist ebenfalls nicht einfach zu sagen.

  • In der Vergangenheit gab es einfache Anfragen nach einem Seminar für „die Mannschaft“, woraus sich dann viele Fragen und Aufgabenstellungen von Begleitung (z.B. zur selbständigen Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen) bis zur Entwicklung von Tools (z. B. Programmierung einer Datenbank zur Erfassung technischer Anlagen) entwickelt haben. Je nachdem, wie viele Ressourcen das Unternehmen selbst stellen kann, werden dann die Aufgaben verteilt. Wichtig ist, dass jede Aufgabe einen Sinn ergibt und dem Gesamtprojekt dient.
  • Manchmal haben sich auch Unternehmen nach einer Kick-Off Veranstaltung zum eigenständigen Doing entschieden, manchmal haben sich die Prioritäten im Business verschoben. Es gab auch schon eine Situation, wo ein Business-Berater Sicherheitsmaßnahmen vorgeschrieben hatte – der Chef der Abteilung hielt das aber nicht für sinnvoll und organisierte nur eine Veranstaltung, um den Punkt des Beraters abzuarbeiten und keinen Ärger zu bekommen.
  • 16Und welche Kosten kommen durch die notwendigen Prozesse hausintern hinzu?
    Unsere Vermutung: Die Prozesse werden weniger aufwendig und das Gesamtergebnis wird besser! Das Unternehmen spart also am Ende.
    17Kann die Wahrnehmung der Betreiberverantwortung durch Software wirkungsvoll unterstützt werden und falls ja, welche Arten von Software sind geeignet und was ist generell zu beachten?
    Ja natürlich. CAFM-Systeme helfen dabei gut, wenn sie entsprechende Funktionalitäten eingebaut haben. Manchmal helfen auch zusätzlich datenbank-gestützte „Erfassungstools“ oder Tools für Gefährdungsbeurteilungen. Was am besten geeignet ist, hängt aber immer vom Einzelfall ab.

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